Doch kein neuer Roomster? Entscheidung fällt im November

Nach Informationen von autoforum.cz entscheidet der Konzern innerhalb der nächsten vier Wochen über einen Roomster Nachfolger. Aus Mlada Boleslav gibt bisher keine klare Aussage, aber eine Andeutung.

Skoda hat gegenüber autoforum.cz erklärt, dass es eine sinkende MPV (Multi Purpose Vehicle) Nachfrage auf den Weltmärkten gibt. Dem gegenüber steht ein steigender SUV Markt. Seit 2009 hat Skoda in Kvasiny eine halbe Millionen Yeti Produziert.

Aus diesem Grund hat der Ausbau der wirtschaftlich interessanten SUV Reihe Priorität. Aktuell geht man davon aus, dass die Roomster Pläne im November dem Vorstand vorgestellt werden. Anschließend wird über die Zukunft des Roomster entschieden.

Angesichts der zu erwartenden niedrigen Erträge in diesem Bereich in Verbindung mit der aktuell angespannten Lage im Konzern ist es tatsächlich fraglich, ob es eine Neuauflage des Roomster gibt. Klingt für mich alles nach einem leisen Abschied.

Autor: Sebastian Koch

Modelljahr '83, verheiratet und Vater von zwei Kindern. Wenn ich nicht gerade Zeit mit meiner Familie genieße, dann jogge ich gerne wenn alle anderen noch im Bett liegen, verkaufe Skoda in Siegen, blogge hier seit 2011 für euch darüber und ich verfolge leidenschaftlich den BVB.

9 Gedanken zu „Doch kein neuer Roomster? Entscheidung fällt im November“

  1. Da es eigentlich bei Skoda kein einziges Automobil gibt, das nicht ohnedies von VW abgedeckt wird, würde es genügen wenn die in Tschechien die VW Modelle bauten, die billigeren halt – von mir aus sollen sie ein Skoda Emblem drauf montieren. Immense Kosten könnte man bei Entwicklung, Homologation und Logistik sparen. In Summe ist dieser Variantenwildwuchs im Konzern für den Kunden nur teuer, nervt einfach und bremst die echten Innovationen ein.

  2. Ich verstehe absolut nicht wieso der eingestellt wurde. Ich habe immer noch Kunden die unbedingt nur einen Roomster bei mir kaufen möchten. Für die meisten kommt kein Yeti in frage da er Preis deutlich höher ist und das kein vergleichbares Auto ist.

    1. Ja schade, wenn es wirklich so kommt. Ein eigenständiger Roomster würde Skoda im Vergleich zu Citroën und Co gut zu Gesicht stehen . Wir werden uns dann im nächsten Jahr wohl bei den Mitbewebern umschauen müssen. Weil Caddy ist schön allein des Preises wegen, nicht wirklich eine Alternative.

    2. Ich finde es zwar nicht gut, dass es keinen Roomster mehr geben wird, kann die Entscheidung aber schon nachvollziehen. Die geringen Verkaufszahlen des Roomster waren ja gerade der Grund, warum es kein neues, eigenständiges Modell mehr gibt. Als der Roomster noch voll im Verkauf war, wurden gleichzeitig immer ca. 3x mehr Yeti verkauft.

      Man kann also eher sagen: Für die Meisten kommt der Yeti trotz des höheren Preises eher in Frage und das gerade weil er nicht zwingend mit dem Roomster vergleichbar ist. Das Verkaufsargument „SUV“ zieht also mehr als gutes Preis-Leistungsverhältnis und Raumausnutzung.

      Auch die Konkurrenz geht diesen Weg. Der nächste Opel Meriva wird z. B. auch ein SUV bzw. CUV (Crossover Utility Vehicle)

  3. Nach allen bisherigen „Rumours“ zum Roomster II war ja eh nur etwas Skoda-Kosmetik für das Caddy-Facelift zu erwarten. Doch was soll eine sympathische(re) Skoda-Front an einer ansonsten unveränderten Caddy-Platform ? Auch wenn ich selbst sehr auf das Skoda-Design „abfahre“ und einen dementsprechend flott gestylten VAN erhofft hatte, es macht doch keinen Sinn, den aktuellen Facelifts von Caddy oder T6 (in der Basis 12 bzw. 25 Jahre alt) noch ein weiteres Update hinzuzufügen. Karosserie-Werkzeuge sind extrem teuer. Auch wenn es beim Roomster II nur um eine geänderte Frontpartie gegangen wäre – wie soll sich dieser Aufwand rechnen? Ich halte es für wesentlich sinnvoller, zu warten …. bis VWN endlich einen neuen Caddy auf MQB bzw. MNB-Basis bringt, den man dann auch mit einem durchzugsstarken CNG-Antrieb (2.0 TSI) kaufen kann. Für diesen „Caddy 2017“ sollte aber der Design-Auftrag an Jozef Kaba? gehen. Weil ich Klaus Bischoff bzw. VW nicht zutraue, sich vom Rechte Winkel- bzw. VW Biedermann-Design zu lösen, oder z.B. von Ford zu lernen (Grand Tourneo Connect).

    Und ich bin wirklich gespannt, welcher Hersteller es dann zuerst schafft, einen VAN mit Langstrecken-tauglichem Fahrkomfort in einer CNG-Version auf die Räder zu stellen. Den Euro6-Diesel machen der technische Aufwand für die Abgas-Nachbehandlung (und die dementsprechend vielen Fehlerquellen…) immer weniger interessant. Deshalb wird sich vermutlich auch der EA288 Dieselmotor für private Fahrzeughalter erst ab 30.000 km/Jahr rechnen. Wenn dieser neue Motor denn mit all seinen Nebenaggregaten ENDLICH WIRKLICH STANDFEST sein sollte …!

    Mit dem Qualitäts-Debakel bei der T5-Generation gibt es einen weiteren Grund, weshalb man VW eigentlich den Anspruch verbieten sollte, „DAS Auto“ zu bauen. Steht die Beibehaltung dieser Werbung noch für Arroganz oder doch schon für selbstschädigendes Verhalten? Oder gar als versteckte Aufforderung, diese Überheblichkeit per Text-Ergänzung auf die Realität zurück zu bringen ? In diversen Foren dürfte man da bald von VW-Kunden so einige Veränderungs-Vorschläge lesen können.

    Kein Wunder, dass sich auch VW/Audi-Händler über das völlig abgehobene Bewertungssystem beschweren, das VW ihnen gegenüber verwendet. Um als VW-Händler in die Top-Kategorie „Ausgezeichnet“ eingestuft zu werden, müssen die Händler Kriterien erfüllen, die fern der Realität sind. Denn: wer kriegt den Ärger der Kunden unmittelbar zu spüren, wenn VW so einen Mist baut wie mit dem T5 ? Und wie reagiert der Kunde dann, wenn VW ihn später befragt, wie zufrieden er denn mit seiner Werkstatt sei? Richtig – dieses Bewertungssystem muss geändert werden! Nicht nur in Anbetracht der bevorstehenden Diesel-Rückrufaktionen, sondern IN BEZUG AUF DIE VOM HERSTELLER EINGEBAUTE PRODUKT-QUALITÄT. Egal ob Skoda oder VW, in künftige Zufriedenheits-Umfragen sollte von jetzt ab aufgenommen werden: „Wie zufrieden sind Sie in Bezug auf Haltbarkeit, Fertigungsqualität und Umweltverträglichkeit mit ihrem jetzt 5 Jahre alten Auto ?“

    Auch deshalb sollte Skoda jetzt besser das Roomster II-Projekt beerdigen … und in die eigene „Motoren- und Aggregate-Kompetenz“ investieren. Vor allem in die Verbesserung der CNG-Antriebstechnik. Gerade bei Caddy&Co. ist am Unterboden ausreichend Platz für Erdgastanks vorhanden. Nur müsste man dabei die in der Werbung versprochene (unvergleichliche) Qualität endlich auch einmal EINBAUEN. In Gestalt von ROSTfreien Tanks und wirklich SICHEREN Ventilen!!

    Nach dem „Dieselgate“ wird nun der VW „Elektro-Minibus“ ganz sicher kommen … um in den USA im Image wieder etwas Boden zu gewinnen. Vielleicht fährt der dort sogar für VW wieder einen Sympathie-Bonus ein. Überfällig, dass VW Nutzfahrzeuge jetzt endlich auch für EUROPA ein wirklich NEUES Raum-Auto entwickelt. Für MPVs, VANs oder Hochdachkombis würden sich ganz sicher mehr Käufer finden, wenn die Einbußen im Fahrkomfort, Styling und Image gegenüber einem PKW nicht dermaßen groß wären, wie derzeit beim VW Caddy (trampelige Starrachse, kein Schiebedach, primitive Schiebefenster, die unmöglichen Seitenfenster-Proportionen der Maxi-Version). Wer privat für so ein Auto um die 40.000 Euro auf den Tisch legen muss (weil VW mit den Cargo-Versionen zu wenig verdient …), der will sich dafür doch ein Fahrzeug einhandeln, das technisch und gestalterisch erfreuen kann. Und gewerbliche Nutzer würde es ganz sicher auch nicht stören, wenn sie in einer flott gestylten „Cargo-Kiste“ vorfahren könnten – ganz egal, ob nun von VW oder Skoda.

  4. Im Zuge der geplanten Neuordnung einzelner Konzernmarken (vergleichbar wie Opel und GM damals) und der teilweisen „Rivalität“ der eigenen Konzernmarken – wird der „Roomster 2016“ nicht gebaut werden. Die Škoda-Caddy-Allianz wäre da „Öl ins Feuer“ …

  5. Im Zuge der geplanten Neuordnung einzelner Konzernmarken (vergleichbar wie Opel und GM damals) und der teilweisen „Rivalität“ der eigenen Konzernmarken – wird der „Roomster 2016“ nicht gebaut werden. Die Škoda-Caddy-Allianz wäre da „Oel ins Feuer“ …

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