Die Deutsche Welle testet in einem Video den Yeti gegen den Nissan Juke. Der Nissan mit seinem außergewöhnlichem Design ist in der höchsten Ausstattung „Tekna“ angetreten, um dem Yeti auch mal das verlieren beizubringen. Eventuell hätte ein professionelles Automagazin andere Schwerpunkte angesetzt und vergleichbare Fahrzeuge getestet, aber was solls.

Waschanlagenunfreundliches Design

Der Nissan Juke hat einen 1,6 Liter Turbobenziner mit einer Leistung von beachtlichen 190 PS. Der Autotester Mathis Kurrat bescheinigt dem Juke ein sportliches Fahrverhalten, allerdings hat der Wagen Probleme seine Kraft auf den Boden zu bekommen. Das liegt unter anderem daran, dass der Nissan in diesem Test keinen Allrad hat. Das extravagante Design des Juke ist nicht nur „Waschanlagenunfreundlich“, sondern stört vor allem die Übersicht nach hinten. Auch das Interieur kann den Testet nicht wirklich überzeugen. Das mattsilberne Plastik im Juke wirkt nicht so qualitativ hochwertig wie der Innenraum des Yeti.

Schaltung hakelig und Bremspedal weich

Mathias Kurat wirft auch einen Blick in den Skoda. Der Yeti hat in diesem Test den 1,8 TSI 4×4 mit 160 PS unter der Haube. Die Lenkung des Yeti gefällt dem Tester gut, aber es gibt Probleme mit der Gangschaltung. Das 6-Gang-Getriebe des Yeti ist „hakelig“. Ausserdem „fühlt sich das Bremspedal weich an“, was dem Sicherheitsgefühl nicht entgegen kommt. Lob bekommt der Yeti für seine gute Übersicht aufgrund der geraden Fensterführung, auch das hochwertige aber unoriginelle Interierieur kann überzeugen.

Innovativer Beladungstest

Um die Alltagstauglichkeit der beiden Fahrzeuge zu testen, greift man auf einen innovativen Beladungstest zurück. Auf dem Parkplatz des ortsansässigen Getränkeladens werden nicht weniger als acht Kisten Wasser gekauft und in den Kofferraum gepackt. Beim Yeti passen fünf Kisten, beim Nissan Juke ist schon bei drei Schluss. Leider wird das Sitzkonzept des Yeti nicht angesprochen, welches gerade bei einem Test der Alltagstauglichkeit angesprochen werden sollte. Mit umgeklappten Rücksitzen hätte die Testredaktion wohl noch ein paar Kisten Wasser holen müssen, um den Yeti voll zu packen… 😉

Der Preis macht den Unterschied

Das Fazit: Der Yeti verliert ganz knapp, weil der Nissan Juke in diesem Test 6.550,- Euro günstiger ist. Der Juke kostet 22.140 Euro und der Yeti 28.690 Euro, beide in der höchsten Ausstattung. Leider hat die Redaktion nicht mitbekommen, dass der Nissan Frontantrieb und der Yeti ein Allrad ist. Die Fahrzeuge sind daher also preislich nicht zu vergleichen. Der Nissan Juke als Allrad in der höchsten Ausstattung kostet 25.140,- Euro, damit ist der Preisunterschied nicht mehr so gravierend.