Das Fabia SUV kommt 2018

Skoda arbeitet an einem kleinen SUV unterhalb des Yeti. Das bestätigt Christian Strube (Leiter Technische Entwicklung) im Gespräch mit autoexpress. 2018 soll er im Showroom stehen.

Das Modell wird ein wenig größer als der Fabia. Damit bietet Skoda mehr Platz als seine Konzernbrüder. Seat hat mit dem Arona ein ähnliches Fahrzeug für 2017 angekündigt, bei VW kommt der T-Roc auf Polo Basis.

Um die Kosten trotz eines größeren Platzangebots im Rahmen zu halten, experimentiert Skoda mit einem Mix aus dem moderner MQB-Plattform und Elementen älterer Fahrzeuge.

Strube dazu im Gespräch mit der autoexpress:

„Wir müssen einen Kompromiss aus Preis und dem richtigen Auto finden. Wir gehen es intelligent an. Wir haben die Möglichkeit, die vorhandenen Module weiterzuentwickeln und eigene Ideen in die VW Gruppe einzubringen.“

Es werden sich also Bauteile aus der Plattform PQ25 (Fabia II, teilweise Fabia III) beziehungsweise PQ25+ (die ersten Rapid) im kleinen SUV wiederfinden. Skoda greift gerne mit ein wenig Kreativität in das Konzernregal. Das senkt die Kosten und erhöht – bei cleverem Einsatz – den Platz. Und diese Kombination lieben wir an Skoda besonders, oder?

Einen Namen für das neue Modell gibt es noch nicht. Aratan und Airon sind aktuell in der Losbox.

Fabia Modelljahr 2017

Das neue Modelljahr wertet den Fabia und Fabia Combi mit folgenden Optionen auf:

Rückfahrkamera

Erstmals könnt ihr den Fabia mit einer Rückfahrkamera inklusive Waschdüse bekommen.

Die Rückfahkamera für den Fabia ist ab sofort bestellbar

Eine Minikamera in der Heckklappe filmt den Bereich hinter dem Fahrzeug. Mit Einlegen des Rückwärtsgangs zeigt das Display des Infotainmentsystems deren Bilder an. Zusätzlich werden statische Fahrspuren – sogenannte Führungslinien – eingeblendet.

Die Kamera kostet 240,- Euro, gibt es aber nur in Kombination mit einer Bluetooth Freisprecheinrichtung. Es kommen also nochmal 110,- Euro oben drauf, wenn ihr kein Bolero oder Navigationsgerät Amundsen wählt.

Adaptiver Abstandsassistent

Mit der Adaptive Cruise Control (ACC) hält der Fabia nicht nur die vorgegebene Geschwindigkeit. Auch der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug ist einstellbar. Ihr stellt 120 km/h ein, der Vordermann fährt aber nur hundert – dann passt der Abstandsassistent eure Geschwindigkeit dem Fahrzeug vor euch an. Ein echter Komfortgewinn auf der Autobahn und der Landstraße.

Der adaptive Abstandsassistent arbeitet bei Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h. Er steht euch für Modellvarianten mit mindestens 66 kW (90 PS) ab dem Ausstattungsniveau Ambition zur Auswahl. Kosten: 280,- Euro.

Regenschirmfach inklusive Schirm unter dem Beifahrersitz

Ein nettes „Simply Clever“ Feature. So habt ihr den Schirm immer griffbereit, sollte sie der Regen einmal überraschend einsetzen.

Simply cleveres Regenschirmfach unter dem Sitz

Das praktische Regenschirmfach zählt ab der Ausstattungslinie Ambition zur Serienausstattung – ebenso wie die LED-Kennzeichenbeleuchtung.

Gepäcknetztrennwand

Endlich bietet Skoda eine Gepäcknetztrennwand für den Fabia Combi an. Damit verhindert ihr, dass eure Ladung nach vorne in den Fahrgastraum gelangen kann. Für Familien ist diese Ausstattungsoption ebenso interessant wie für Flottenbetreiber.

Abschließend gibt es noch eine neue Innenausstattung für Ambition und Style:

Foto: Konfigurator

Sitzbezüge in Jeans-Blau und Dekorelemente in Piano-Weiß. Diese Kombination gibt es für 100,- Euro in der Ambition oder für 50,- Euro in der Style-Ausstattung.

Hier könnt ihr die Fabia Modelljahr 2017 Preisliste herunterladen.


Kraftstoffverbrauch Fabia III in l/100 km, innerorts: 6,1-3,9, außerorts: 4,2-3,1,kombiniert: 4,8-3,4. CO2-Emission, kombiniert: 110-88 g/km, (gemäß VO (EG) Nr.715/2007).

Kabellos wird Mirrorlink auch nicht besser

Die Freude ist groß, als Skoda sich mit der Markteinführung des Fabia III 2014 dem Projekt Mirrorlink öffnet. Endlich werden die Inhalte des Mobiltelefons auf dem Radiodisplay angezeigt. Diese Woche stellt RealVNC – eine treibende Kraft bei der Mirrorlink-Entwicklung – das Wireless Mirrorlink auf dem Mobile World Congress vor. Der Datentransfer läuft über WLAN. 

Doch das anfangs so gehypte Projekt des Car Connectivity Consortium (CCC) überzeugt noch immer nicht. Da hilft auch eine kabellose Datenübertragung nicht weiter, denn grundlegende Probleme bremsen Mirrorlink weiter aus.

Jahre nach dessen Vorstellung ist die Technik nur auf einer sehr überschaubaren Anzahl an Mobiltelefonen verfügbar. Mit Samsung, LG, Sony und HTC hat man nur vier Hersteller an Bord.

Das kann man vielleicht noch verkraften. Aber die verfügbaren Navigations-Apps sind eine Frechheit. Denn für die zertifiziertem Apps Sygic Car Navigation oder BringGo werdet ihr noch einmal schön zur Kasse gebeten. Nutzt ihr eine kostenlos Navi App – zum Beispiel Google Maps – bleibt der Monitor während der Fahrt schwarz.

Skoda hat einen wichtigen Schritt gemacht, indem das Paket SmartLink neben Android Auto auch Apple CarPlay unterstützt. CarPlay ist nicht perfekt, macht die Sache aber deutlich besser:

  • Die Bedienoberfläche sieht großartig aus
  • Jedes iPhone mit einem Lightning-Anschluss ist kompatibel
  • Die kostenlosen vorinstallierten Musik, Podcast und Navigations-Apps werden unterstützt
Apple CarPlay im Skoda

Doch Apple dreht sich bekanntlich nur um sich. Mit Spotify, Deezer und Audible sind aktuell drei Drittanbieter in Apple CarPlay integriert. Weitere kompatible Apps außerhalb des goldenen Apple Universums werden in der nächsten Zeit nicht erwartet.

Vielleicht sollte sich das Car Connectivity Consortium in Zukunft darauf konzentrieren, endlich mal eine kostenlose Navigation ermöglichen. Und großartige Apps ins Boot holen, um den Unterschied zu machen: WhatsApp, Facebook oder Twitter sind dafür hochinteressante Kandidaten. Einem Konsortium, dass Mirrorlink weltweit etablieren will darf man das Zutrauen. Sonst verschwindet Mirrorlink in der Belanglosigkeit bevor der kabellose Prototyp serienreif ist.

Welche Erfahrung macht ihr mit Mirrorlink? Nutzt ihr es überhaupt noch?

Der Fabia Combi ScoutLine ist bestellbar

Den Fabia Combi gibt es ab sofort auch im Outdoor-Look. Das neue Sondermodell Fabia ScoutLine unterscheidet sich optisch deutlich von der Serienversion.

Für einen rustikalen Auftritt sorgen die Karosserieverkleidungen am Frontstoßfänger, Seitenschweller und Radläufen. Von hinten erkennt ihr den ScoutLine am schwarzen Heckdiffusor mit silberfarbenen Elementen in Alu-Design. Auch die Außenspiegel sind in silbernen Albdesign gehalten.

Die serienmäßigen 17 Zoll Alufelgen runden den wuchtigen Auftritt ab. Das Outdoor Paket macht den ScoutLine optisch zu einem Abenteurer, übertreiben solltet ihr es aber nicht. Technisch gibt es keinen Unterschied zu einem Serien-Fabia. Der ScoutLine muss also ohne 4×4 Antrieb auskommen. Die Ausstattung orientiert sich an der mittleren Ausstattung Ambition und kann nach Bedarf aufgestockt werden.

Das Sondermodell Fabia Combi ScoutLine ist in folgenden Motor- und Getriebevarianten erhältlich:

  • 1,0 MPI 55 kW (75 PS) – 17.170,- Euro
    innerorts 5,8 – 5,7 l/100km, außerorts 4,2 – 4,1 l/100km, kombiniert 4,8 – 4,7 l/100km, CO2-Emissionen kombiniert 109 – 107 g/km, CO2-Effizienzklasse C – B
  • 1,2 TSI 66 kW (90 PS) – 18,420,- Euro
    innerorts 6,0 – 5,9 l/100km, außerorts 4,0 – 3,9 l/100km, kombiniert 4,7 – 4,6 l/100km, CO2-Emissionen kombiniert 107 – 105 g/km, CO2-Effizienzklasse B
  • 1,2 TSI 81 kW (110 PS) – 19.370,- Euro
    innerorts 6,1 – 6,0 l/100km, außerorts 4,1 – 4,0 l/100km, kombiniert 4,8 – 4,7 l/100km, CO2-Emissionen kombiniert 110 – 108 g/km, CO2-Effizienzklasse B
  • 1,2 TSI DSG 81 kW (110 PS) – 20.770,- Euro
    innerorts 5,8 – 5,7 l/100km, außerorts 4,1 – 4,0 l/100km, kombiniert 4,7 – 4,6 l/100km, CO2-Emissionen kombiniert 109 – 107 g/km, CO2-Effizienzklasse B
  • 1,4 TDI 66 kW (90 PS) – 20.620,- Euro
    innerorts 4,2 – 4,0 l/100km, außerorts 3,4 – 3,1 l/100km, kombiniert 3,6 – 3,4 l/100km, CO2-Emissionen kombiniert 94 – 89 g/km, CO2-Effizienzklasse A – A+
  • 1,4 TDI DSG 66 kW (90 PS) – 22.020,- Euro
    innerorts 4,2 – 4,0 l/100km, außerorts 3,6 – 3,4 l/100km, kombiniert 3,8 – 3,6 l/100km, CO2-Emissionen kombiniert 99 – 94 g/km, CO2-Effizienzklasse A
  • 1,4 TDI 77 kW (105 PS) – 21.220,- Euro
    innerorts 4,2 – 4,0 l/100km, außerorts 3,5 – 3,3 l/100km, kombiniert 3,7 – 3,5 l/100km, CO2-Emissionen kombiniert 97 – 92 g/km, CO2-Effizienzklasse A

Das Prospekt könnt ihr euch hier herunterladen. Das neue Modell ist ab sofort bestellbar.

Fotos: Skoda