Zähe Tarifverhandlung: Skoda Produktion steht kurz vor dem Stillstand

Skoda hat ein Teilziel auf dem Weg zu 1,5 Millionen Fahrzeuge erreicht. Im Jahr 2014 wurden 1.037.200 wunderschöne Fahrzeuge ausgeliefert (2013: 920.800; plus 12,7 Prozent). Damit überspringt man erstmals die Millionenmarke. Ein beeindruckender Auslieferungsrekord und mit 11,8 Milliarden Euro meldet man gleichzeitig einen Umsatzrekord.

Die jüngste Rekordmeldung bestärkt die Gewerkschaft in der Forderung nach einer Lohnerhöhung um 6,5 Prozent. Skoda bietet 2,6 Prozent. Das sieht für mich nicht nach einer schnellen Einigung der Tarifverhandlungen aus.

Sollten sich die Parteien nicht kurzfristig einigen droht ein Streik in den Skoda Werken. Das würde die Produktion kräftig durcheinanderwirbeln und die Lieferzeiten verlängern. Eine Situation, die Skoda gerade mal überhaupt nicht gebrauchen kann. Den noch immer wahnsinnigen Bestelleingang für den Octavia RS bekommt man langsam in den Griff. Ein Streik würde hier wieder fiese Lieferzeiten nach sich ziehen. Und für den gerade gestarteten Produktionsstart des neuen Superb ist eine Verzögerung keine Option.

Foto: Skoda

 

Autor: Sebastian Koch

Modelljahr '83, verheiratet und Vater von zwei Kindern. Wenn ich nicht gerade Zeit mit meiner Familie genieße, dann jogge ich gerne wenn alle anderen noch im Bett liegen, verkaufe Skoda in Siegen, blogge hier seit 2011 für euch darüber und ich verfolge leidenschaftlich den BVB.

3 Gedanken zu „Zähe Tarifverhandlung: Skoda Produktion steht kurz vor dem Stillstand“

  1. Aaach, bei meinen bisherigen 6-7 Monaten Lieferzeit für einen normalen Octavia (kein RS) kommt’s da jetzt auch nicht mehr drauf an… 🙂

  2. Wen wundert es. Müssen die doch im Osten bei praktisch gleichen Preisen für Löhne arbeiten, wo sich bei uns der Arbeitslose nicht einmal den Wecker stellt. Und wenn man dann noch rechnet, dass der Superb der bessere Passat, der Octavia der bessere Golf und der Fabia der bessere Polo ist, ist es nicht einzusehen, dass die erwirtschafteten Milliarden für Spielereien der Konzernleitung oder Querfinanzierungen verwendet werden, statt denjenigen, die diese erfolgreichen Autos produzieren, auch einen Teil von dem Kuchen zu geben.

  3. Jetzt ist man grad aus den Tal der Lieferzeiten-Tränen einigermassen herausgekommen und nun……… ich hoffe da sich beide Tarifparteien baldmöglichst einigen damit der FIrmenname Skoda nicht noch mehr leiden muss.

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