Wieviel Golf 7 wird im neuen Octavia stecken?

Gestern wurde mit einem großen Event der VW Golf 7 enthüllt. Der Ablauf der Präsentation war inspiriert von den Apple Keynotes (12. September – ich freu mich…), so kam es mir vor. Ich finde das gut – man sollte von den besten lernen! Bevor sich alles auf den neuen Golf stürzt, wurde der geringe Verbrauch, Preis und die Features in rechte Licht gerückt. Dann wurde das neue Fahrzeug in Szene gesetzt. Der neue Golf gefällt durch sein unspektakuläres äußeres – Golf halt. Für mehr Infos zum Golf empfehle ich die Beiträge vom motortalk Twitter-Account von gestern Abend nachzulesen und/oder die Beiträge der Autoblogger aus meinem Blogroll zu lesen.

Viel wichtiger für uns ist die Tatsache, dass der Golf einen Ausblick auf die Ausstattungsdetails des neuen Skoda Octavia erlaubt. Viele Features werden sich im Octavia III wiederfinden, der Golf dient bekanntermaßen als Plattform für den Octavia.

100 Kilo leichter und Start-Stopp Serienmäßig

Wir können mit einer deutlichen Gewichtsreduzierung beim neuen Octavia rechnen. Die neue MQB-Plattform des Golf (und zukünftigen Octavia) spart beim Aufbau, Motor, Getriebe, Elektrik und Sonderausstatungen insgesamt 100 Kilo ein. Das kommt natürlich dem Verbrauch zu gute. Unterstützt wird dies zusätzlich von einem serienmäßigen (!) Start-Stop-System. In diesem Fall bin ich mir nicht sicher, ob dies auch zum Serienumfang des neuen Octavia gehört oder seperat wie bisher als GreenTec angeboten wird. Dadurch ergibt sich zum einen ein Preisvorteil, zum anderen besteht die Möglichkeit mit dem GreenTec Paket weitere spritsparende Ausstattungen einfließen zu lassen. An dieser Stelle sind die Bremsenergierückgewinnung, Leichtlaufreifen und eine aerodynamische Tieferlegung zu nennen. Ich könnte mich mit einer zusätzlichen GreenTec Variante sehr gut anfreunden.

Motoren

Der 1,2 TSI 86 PS wird auch der Octavia Einstiegsmotor werden. Auch die Chancen auf den 1,4 TSI mit 140 PS stehen meiner Meinung nach sehr gut. Dieser würde die Lücke zwischen 122 PS und 160 PS schließen. Der 1,4er beherscht eine Zylinderabschaltung, womit sich der Verbrauch bei Stadt- und Überlandfahrten verringern lässt. Beim Diesel wird die Spannweite vom 1,6er 105 PS bis zum neuen 2,0 TDI mit 150 Pferden reichen.

XDS und City-Notbremsfunktion

Das vom Fabia RS bekannte Differnzialsperre XDS und die City-Notbremsfunktion vom Citigo werden im auch im neuen Octavia verfügbar sein. Beim Golf 7 ist XDS Serie und die Notbremsfunktion als Sonderausstatung erhätlich. Da Skoda diese beiden Features aber schon in den unteren Fahrzeugsegmenten anbietet, werden diese auch im neuen Octavia sein.

Und sonst so?

Der neue Golf bietet viele Komfort- und Sicherheitsfunktion, ich bin gespannt welche Ausstattungen den Sprung in den neuen Octavia schaffen. Interessant wären in diesem Zusammenhang ein Spurhalteassisten und das ACC. Das Adaptive Cruise Control lässt den Golf im Stadtverkehr automatisch den Abstand zum Vordermann halten, bremst und beschleunigt automatisch. In Verbindung mit DSG sogar bis zum Stillstand, eine feine Sache.

Das Fahrzeug muss in Zukunft auch immer mehr zur Multimediazentrale für unterwegs werden. Dass der Volkswagen Konzern darauf vorbereitet ist, wird schon mit dem Einstiegsradio klar. Ein 5 Zoll großes Display mit verschiedenen Anzeigemöglichkeiten ist Standard, kleiner geht´s nicht! Das High-End Radionavigationsgerät glänzt mit UMTS und kann als WLAN Hotspot konfiguriert werden. Da Skoda die Radio und Navigationsgeräte bisher vom Golf in den Octavia übernommen hat, stehen uns in Zukunft spannende Möglichkeiten zu Verfügung. Allerdings wird die Radiobedienung damit zwangsweise deutlich komplexer.

Im Golf 7 kommt die automatische Handbremse zum Einsatz. Ein Handbremshebel entfällt komplett, dafür drückt der Fahrer den „P“ Knopf um die Parkbremse zu aktivieren. Den Einsatz im Octavia möchte ich aber an dieser Stelle anzweifeln, der Superb hat diese Funktion bisher auch nicht. Den Dynamic Light Assist wünsche ich mir hingegen sehr im Octavia III. Bei einer Geschwindigkeit über 65 km/h wird automatisch das Fernlicht aktiviert. Der Gegenverkehr wird mit diesem System nicht geblendet, da eine Blende den Bereich des entgegenkommenden Fahrzeuges „blind“ macht. Tolles Feature, damit würde endlich das ständige an- und ausschalten des Fernlicht entfallen. Ausserdem wird es uns allen schonmal passiert sein, dass wir den Gegenverkehr unabsichtlich voll beleuchtet haben.

Mit diesem Design und vielen Features des neuen Golf wird der neue Octavia ein richtiger Knaller werden!

Autor: Sebastian Koch

Modelljahr ’83, verheiratet und Vater von zwei Kindern. Wenn ich nicht gerade Zeit mit meiner Familie genieße, dann jogge ich gerne wenn alle anderen noch im Bett liegen, verkaufe Skoda in Siegen, blogge hier seit 2011 für euch darüber und ich verfolge leidenschaftlich den BVB.

Ein Gedanke zu „Wieviel Golf 7 wird im neuen Octavia stecken?“

  1. Hi,

    ich wage zu bezweifeln dass wir sooo viele Features bekommen.
    Ehrlich gesagt will ich das auch garnicht, denn je mehr Technik, desto mehr geht kaputt und um so teurer wird es!
    Ich bin ehrlich gesagt froh das der O2 nicht so viel Schnick Schnack hat!
    Viel wichtiger als ACC wäre mir Bi – Xenon!
    Und beim Navi wäre mir viel wichtiger, das es nicht mehr so einfach binnen 0,5 Minuten geklaut werden kann!
    VW / Skoda sollte auch mal an die Kunden und die anfallenden Kosten denken, anstatt diesen Technik…. anzubieten oder einen dazu zu zwingen (Müdigkeitsdingens bei VW (Kaffeetasse)).

    Ansonsten finde ich den Golf eher als Golf 5 Facelift 2.
    Ob die MQB Basis gut ist wird sich zeigen, gut für VW ist sie, klar, viel weniger kosten.

    Lassen wir uns überraschen 🙂

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